Lebensmittel und Heilpflanzen, die den Genuss des Glückszustandes begünstigen – Teil 3

Alle Wesen suchen den Glückszustand. Nach Meinung mancher Forscher liegt das Geheimnis des Glücks in der geheimnisvollen Transformation, die in der Natur erfolgt, genauer gesagt in den physiologischen Umwandlungen, die im menschlichen Körper unter dem Einfluss verschiedenster Stoffe erfolgen, die in Heilpflanzen und Lebensmitteln enthalten sind, die man zu sich nimmt. Zieht man in Betracht, dass man größtenteils das ist, was man isst, so seien folgende Lebensmittel und Heilpflanzen empfohlen, die einem helfen, auf natürliche Weise gute Laune, Ruhe, psychisch-mentales Gleichgewicht und schließlich den Glückszustand selbst zu erreichen, den man somit – könnte man sagen – hier und jetzt „kosten“ kann.

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HARITAKI

Die Haritaki Frucht (Terminalia Chebula) ist nicht zufällig in der tibetanischen Tradition unter der Bezeichnung „König der Naturheilmittel“ bekannt. Andererseits wird in den traditionellen Ayurveda Werken die Haritaki Frucht häufig als ein Grundbestandteil verschiedener revitalisierender Therapierezepte erwähnt, aufgrund seiner vielfältigen Heilwirkungen. Die ayurvedische Tradition unterstreicht die Tatsache, dass die Haritaki Frucht eine außergewöhnliche Eigenschaft hat: von den sechs grundlegenden Geschmacksrichtungen (süß, salzig, sauer, scharf, bitter und astringend), durch deren Kombination alle in der Natur existierenden Geschmacksrichtungen entstehen lassen, weist die Haritaki Frucht fünf davon auf (süß, sauer, pikant, bitter und astringend). Diese spezifische Kombination bestimmt die regenerierenden und revitalisierenden Eigenschaften der Haritaki Frucht. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Haritaki Frucht bedeutende antioxidierende Eigenschaften aufweist, die bei konstanter Verwendung zur Verbesserung des Lebens des lebendigen Gewebes des menschlichen Körpers beitragen. Die Haritaki Frucht ist reich an Vitamin C, das eine bedeutende Rolle bei der Verbesserung der psychomentalen und kognitiven Funktionen hat und gleichzeitig zu einer guten Anpassung des Organismus an Stresssituationen beiträgt.

BILVA

In der fernöstlichen spirituellen Tradition stellt der Bilva Baum (Aegle Marmelors) ein Symbol des spirituellen Lebens dar, und ist in Indien als „der heilige Baum von SHIVA“ bekannt. Im Ayurveda werden die wohltuenden Wirkungen der Bilva Frucht mit den Wirkungen der himmlischen Ambrosia (AMRITA) verglichen. Es ist kein Zufall, dass der Bilva Baum in Indien in den meisten Gärten der SHIVA-Tempel vorhanden ist. Er fehlt fast nie im natürlichen Umfeld verschiedenster Rituale der indischen spirituellen Tradition. Die Beschreibung der Verwendung der Bilva Frucht zu Heilzwecken, erscheinen schon in den alten vedischen Schriften und werden in fast allen traditionellen Arbeiten des Ayurveda erwähnt. Das berühmte Ayurveda Werk „Charaka Samhita“ bezieht sich häufig auf die verjüngenden und revitalisierenden Eigenschaften dieser Früchte, deren aussehen durch ihre rund Form beindruckend ist, die häufig eine Durchmesser von 10 cm übertrifft. Moderne wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Bilva Frucht reich an Alfa-tocoferol, das aktivste Bestandteil der Vitamin-E-Klasse ist, deren antioxidierende Wirkung die Alterungsprozesse verlangsamt. Bei periodischer Einnahme kann die Bilva Frucht zusätzlich durch das natürliche Vitamin E, das sie enthalten, denjenigen helfen, die in umweltverschmutzten Gegenden leben, wie auch denen, die obwohl sie Nichtraucher sind, manchmal dem schädlichen Zigarettenrauch ausgesetzt sind.

AMALAKI

Die Amalaki Frucht (Emblica Officinalis) ist in der Tradition des Jahrtausende alten Ayurveda Systems wohlbekannt und stellt eine reiche und wichtige Quelle an Vitamin C dar: von 600 mg bis 1800 mg in 100 g der Amalaki Frucht. Egal ob in frischem Zustand oder pulverisiert hat die Amalaki Frucht eine starke wiederaufbauende Wirkung. Das Vitamin C, das sie enthält, erzeugt schnell Wirkungen bezüglich der Stimulation der zerebralen Aktivitäten. Die großen Mengen an Vitamin C in der Amalaki Frucht sind von großem Nutzen um Unzulänglichkeiten, die infolge von Stresssituationen entstehen können, vorzubeugen, dann wenn der Konsum von Noradrenalin und Adrenalin stark erhöht ist. Aus diesem Grund ist die Amalaki Frucht ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung von Stress und der Verbesserung der psychischen und intellektuellen Funktionen. Nicht zufällig werden diese Früchte mit einem prägnant sauerem und angenehmen Geschmack, die nachdem sie gut gekaut werden, einen überraschend süßen, äußerst angenehm, anhaltend und raffinierten Geschmack hervorrufen, in den traditionellen ayurvedischen Verjüngungs- und Regenerierungsrezepten verwendet.

ASHWAGANDHA

Als wahrer „Indischer Ginseng“ bekannt, ist die Ashwagandha Wurzel (Withania Somnifera) ein wertvolles und allgemein revitalisierendes Mittel des gesamten Organismus. Im traditionellen Ayurveda System wird die Ashwagandha Wurzel als eines der wichtigsten Heilmittel erwähnt, die einen tiefen Entspannungszustand hervorrufen und die zugleich das Erlangen eines emotionalen Gleichgewichtszustandes ermöglichen. Aktuelle biochemische Untersuchungen und klinische Studien zeigen, dass statistisch gesehen, dass die therapeutische Anwendung des Ashwagandha zu einer beachtlichen Reduzierung des Cortisons und der Kotecholamine durch die Harnsekretion führen. Es ist bekannt, dass deren Überschuss eines der Gründe für das Eintreten von Stresszuständen darstellt. Die Ashwagandha Wurzel enthält Withaferin A, ein Alkaloid, das die Aktivität von Acetylcholin auf zerebraler Ebene stimuliert. Gerade deshalb führt die Pflanze zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Gedächtnisses und zur Optimierung der kognitiven und der Lernprozesse. Die Glycowithanolide, die in der Pflanze enthalten sind, tragen ebenfalls zur Reduzierung der Nervositätszustände, der Anspannung, der Ängstlichkeit und der depressiven Zustände bei. Die Ashwagandha Wurzel hat einen leicht süßlichen angenehmen Geschmack, ein Grund mehr, um sie regelmäßig über einen langen Zeitraum einzunehmen. Verwendet man sie auf diese Weise kann sie wirksam zur Wiedererlangung des emotionalen Wohlbefindens und zur Verstärkung der mentalen Fähigkeiten verwendet werden. Zusätzlich bietet die Ashwagandha Wurzel eine immer größere Autonomie in der konstanten Beibehaltung der positiven und stärkenden psychischen Zustände.

LOTUSBLÜTEN

Die Lotusblüten (Nelumbo nucifera) nehmen einen wichtigen Platz innerhalb der verschiedenen Heiltraditionen des Orients ein. Im Ayurveda werden die Lotusblüten (Kamala) als wirksamstes Beruhigungs- und Kühlungsmittel angesehen. Aus diesem Grund werden sie für die Behandlung von Entzündungen verwendet und zugleich für die Beseitigung von Verspannungszuständen, Anspannung und Stress. In der spirituellen orientalischen Tradition stellen die Lotusblüten (Kamala) ein heiliges Symbol der hohen Meditationszustände dar, die durch die konsequente Anwendung der YOGA Verfahren erreicht werden können. Im Rahmen des Jahrtausendealten YOGA Systems stehen die Lotusblüten (Kamala) direkt mit den Verinnerlichungszuständen und den Zuständen der tiefgründigen yogischen Tradition in Verbindung. Normalerweise als Pulver unter die Zunge genommen, können die Lotusblüten (Kamala) einen tiefen Beruhigungszustand des Verstandes, der Verinnerlichung, Ruhe, innerer Frieden erzeugen. Auf diese Weise bewirken sie schnell einen erhabenen Zustand der objektlosen Seligkeit (ANANDA). Die Lotusblüten (Kamala) enthalten Lotusin und Nucipherin, Bestandteile, die eine spezifische Wirkung der zerebralen Anregung haben und die einen allgemeinen, äußerst angenehmen Entspannungszustand erzeugen, der im gesamten Körper verspürt wird. Der angenehme Zustand, der durch die Verwendung der Lotusblüten (Kamala) erzeugt wird, wird zumeist als ein Zustand der „verzückenden Freude“ angesehen.

BRAHMI

Vor allem in der Jahrtausendealten yogischen Tradition wohlbekannt, ist die indische Pflanze Brahmi (Bacopa monnieri) heutzutage fast in der gesamten Welt für ihre vielfältigen wohltuenden Wirkungen auf die Gehirnfunktionen bekannt geworden, die durch die Verwendung dieser Pflanze hervorgerufen werden. Moderne Studien haben gezeigt, dass die indische Pflanze Brahmi zur Steigerung der mentalen Konzentrationsfähigkeit, zur Verstärkung der Fokussierungskraft der Aufmerksamkeit und zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Gedächtnisses beiträgt. Die Pflanze enthält Bakoside und Triterpensaponine, wobei beide für die Übertragung zwischen den Nerven beiträgt. Im Einzelnen verbessern die Bakoside, die der Hauptbestandteil der Pflanze sind, die Aktivität der Synapsen, was zur allgemeinen Wirkung des Anwachsens der mentalen Kraft führt. In der ayurvedischen Tradition wird Brahmi als eine der wichtigsten Pflanzen beschrieben, die eine tonisierende zerebrale Wirkung haben. Die regelmäßige Einnahme als Pulver unter der Zunge kann allmählich bewirken, dass global die Funktionen der Intelligenz verbessert werden, die speziell als Wirkungen der Verbesserung der mentalen Funktionen des Planens und der Lösungsfindung von Problemen angesehen werden können, wie auch durch die Aktivierung aller zerebralen Prozesse in denen eine schnelle Verarbeitung der Information notwenig ist.

GINGKO

Gingko (Gingko biloba) stammt ursprünglich aus China, wird jedoch heutzutage fast in der gesamten Welt angebaut. Auch wenn er langsam wächst, kann er bis zu 35 m hoch werden. Seine Verbreitung ist vor allem den wohltuenden therapeutischen Wirkungen seiner Blätter zu verdanken, über die man weiß, dass sie schon seit 3000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin wegen ihrer verjüngenden Wirkung verwendet wurden. Nicht zufällig ist in der Tradition der chinesischen Medizin der Gingko Baum unter dem Namen der „Brunnen der Jugendlichkeit und Vitalität“ bekannt. Die modernen wissenschaftlichen Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gingko Blätter Tryptophan enthalten, ein wesentliches Bestandteil für die Aufrechterhaltung des psychomentalen Gleichgewichts und des allgemeinen Wohlbefindens. Die Gingko Blätter enthalten ebenfalls eine große Bandbreite an Flavonoiden, deren antioxidierende Wirkung für die Aufrechterhaltung des allgemeinen Wohlbefindens zuständig ist. Durch die Bioflavonoide, die sie enthalten, tragen die Gingko Blätter ebenfalls zur Verbesserung der zerebralen und peripheren Zirkulation bei. Aufgrund ihres spezifischen Inhalts sind die Gingko Blätter zugleich für die Verbesserung des Gedächtnisses nützlich. Ihre Einnahme in Pulverform unter die Zunge kann einem helfen, schnell das psychomentale Gleichgewicht wiederzuerlangen und ermöglicht uns zugleich die Erweckung und Verstärkung des Zustandes des Optimismus.

PASSIONSBLUME

Der Name Passionsblume stammt vom italienischen Ausdruck „fior de la passione“. Die Passionsblume (Passiflora incarnata) ist beeindruckend und entzückend vor allem durch das besondere Aussehen ihrer schönen Blüten. Sie ist ein wertvolles Heilmittel, das die Beseitigung der Zustände nervöser Anspannung, Ängstlichkeit und Depression ermöglicht. Die Passionsblume enthält eine ganze Reihe von Flavonoide, welche eine entspannende und zutiefst beruhigende Wirkung hervorrufen, welche die Pflanze auf das Nervensystem hat. Klinische Studien und moderne wissenschaftliche Untersuchungen, die bezüglich der Inhaltsstoffe dieser Pflanze gemacht wurden, haben gezeigt, dass die Passionsblume als Hauptbestandteil ein Monoflavonoid, Chrysin, hat, das spezifisch auf das Gehirn wirkt, so dass die Blätter und Blüten dieser Pflanzen sich als außergewöhnlich wirksam in der Beseitigung der Zustände objektloser Angst und Panik herausstellen, wie auch in der Entfernung der Unzulänglichkeiten und Störungen, die sich infolge emotionaler Stresszustände ergeben. Die Verwendung des getrockneten Pulvers dieser Pflanze bewirkt einen Zustand des tiefgründigen Friedens und der Ruhe im Wesen.

MELISSE

Die Melisse (Melissa officinalis) hat ein besonders angenehmes Aroma. Sie ist eine der Pflanzen, die in den Gärten der Pflanzenliebhaber so gut wie immer vorhanden ist. Auch schon ein einfaches Berühren ihrer Blätter hinterlässt eine äußerst angenehme und beruhigende Geruchsspur. Die Melissen-Blätter enthalten Geraniol, ein Stoff dessen antioxidierende Wirkung von zahlreichen moderne Untersuchungen zertifziert worden ist. Übrigens haben sowohl das Geraniol als auch das Rosmarinsäure und die Flavonoide, die in ihren Blättern vorhanden sind, eine Vielfalt an wohltuenden Wirkungen auf psychomentaler Ebene. Dioscurides zählt die Melisse zu den wirksamsten Heilpflanzen, die von den alten Griechen für die Behandlung von Nervenkrankheiten verwendet wurden. Die Einnahme der Blätter der Pflanze in Pulverform unter die Zunge verbessert die Leistungsfähigkeit des Gedächtnisses, stabilisiert die emotionalen Fluktuationen, reduziert und beseitigt die Zustände der Nervosität und psychischen Anspannung und ist ein ausgezeichnetes Beruhigungsmittel. Im 17. Jahrhundert schätzte John Evelyn, ein zu der Zeit berühmter Naturheilkundler die Melisse für ihre stark energetisch anregende Wirkung, die sie vor allem auf psychischer und mentaler Ebene hat. Entweder frisch oder in getrockneter Form verwendet, kann die Melisse schnell Zustände der Melancholie, krankhafte Gefühlsausbrüche und Deprimiertheit beseitigen, wobei sie sie mit einem stärkenden psychischen Zustand voller Vertrauen und Freude ersetzt.

JOHANNISKRAUT

Das Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist vor allem im Westen aufgrund seiner antidepressiven wohltuenden Wirkungen bekannt geworden. Kürzlich zeigten statistische Untersuchungen, dass es gegenwärtig Millionen von Amerikanern gibt, die Naturheilmittel verwenden, in denen das Johanniskraut der Hauptbestandteil ist. Der Hauptzweck der Verwendung von Naturheilmittel basierend auf Johanniskraut ist vor allem die Verbesserung des psychischen und emotionalen Zustandes und die Beseitigung der Neigungen zu depressiven Zuständen, die vor allem bei Menschen in Großstädten auftreten. Die meisten Personen, welche Naturheilmittel mit Johanniskraut verwenden, tun dies vorbeugend, gerade weil das Johanniskraut ihnen ein ausgezeichneten psychisches Wohlbefinden verleiht. Die modernen wissenschaftlichen Studien haben gezeigt, dass das Johanniskraut mindestens 10 Bestandteile enthält, die für die wohltuenden Wirkungen auf das Nervensystem verantwortlich sind. Z.B. bewirkt das Hyperforin, das im Johanniskraut enthalten ist, vor allem den emotionalen Ausgleich. Das Johanniskraut enthält ebenfalls Hypercirin und Flavonoide, die zur konstanten Beibehaltung eines positiven psychomentalen Zustandes beitragen, der die erfolgreiche Überwindung von Stress, Nervosität, Anspannung oder Ängstlichkeit gestattet. Verwendet man es regelmäßig als getrocknetes Pulver, kann das Johanniskraut einen vorwiegenden Zustand der Ruhe und guter Laune aufrechterhalten, der einem ermöglicht, sich voll dessen zu erfreuen, was wunderbar ist und im Leben glücklich macht.

CHINACEEA

Echinaceea (Echinacea purpurea) stammt aus Nordamerika. Es ist fast in der gesamten Welt für seine Wirkungen der Stimulierung des Immunsystems bekannt geworden. Die modernen wissenschaftlichen Untersuchungen haben gezeigt, dass die Pflanze Chicoree-Säure enthält, eine Zusammensetzung aus der Gruppe der Polyphenole, über die man festgestellt hat, dass sie erheblich die Wirksamkeit des Immunsystems verstärkt. Chicoree-Säure steigert das Erzeugen von Interferon und Immunglobulin, was somit zur Verbesserung der Immunität beiträgt. Zusätzlich weist die Chicoree-Säure auch antioxidierende Eigenschaften auf. Aus diesem Grund führt die regelmäßige Verwendung für eine bestimmte Zeitspanne der Heilmittel, die Echinaceea enthalten, zum schnellen Anwachsen der natürlichen Schutzfähigkeit des Organismus gegenüber bakteriellen und virusartigen Infektionen. Außerdem trägt die Pflanze auch völlig zur Reduzierung und Beseitigung von Müdigkeitszuständen, emotionaler Störungen und Zuständen der Depression bei. Die generelle stimulierende Wirkung, die Echinaceea hat, führt in kurzer Zeit zu einem stärkenden Zustand des Wohlbefindens, der das schnelle Neudefinieren der inneren Motivation ermöglicht, aktiv und vertrauensvoll in all das Gute und Schöne zu sein.

BALDRIAN

Baldrian (Valeriana officinalis) ist ebenfalls eine der wirksamsten Heilpflanzen mit beruhigender Wirkung. Das lateinische Wort „valere“ bedeutet „Wohlsein“. Traditionell wird die Baldrian-Wurzel als natürliches Beruhigungsmittel verwendet, das eine wirksame Entspannung im Bereich des gesamten Nervensystems hat. Schon von Beginn des 20. Jahrhunderts an aufmerksam erforscht, enthält Baldrian über 150 Bestandteile. Unter diesen spielt Gamma-Aminobuttersäure eine wichtig Rolle, eine Aminosäure, die sich in fast 40 % der Synapsen des Gehirns befindet. Zahlreiche klinische Studien haben gezeigt, dass dieser natürliche Bestandteil der Baldrian-Wurzel zur Verbesserung des Gedächtnisses und der kognitiven Funktionen führt, sowie Müdigkeit und Schwäche in Verbindung mit Nervosität, Ängstlichkeit und Stress beseitigt. Zusätzlich hat die Gamma-Aminobuttersäure in der Baldrian-Wurzel auch einen wichtigen Nährwert. Aus diesem Grund ermöglicht die Verwendung der Naturheilmittel, die Baldrian enthalten, die Regenerierung der Funktionen des Nervensystems und das Eintreten eines tiefen Entspannungszustandes und zugleich auch eines erholsamen Schlafes. Wie zahlreiche Untersuchungen und klinische Studien bezüglich der Baldrian-Wurzel gezeigt haben, ist eine Tatsache zu beachten und zwar, dass auch bei einer wiederholten Anwendung für lange Zeit die Baldrian-Wurzel überhaupt keine negative Auswirkung auf den Wachsamkeitszustand, auf die Aufmerksamkeit oder die Antwortgeschwindigkeit auf Stimuli hat, Prozesse, die normalerweise im Wachzustand stattfinden.

SALBEI

Es heißt, dass wenn man Salbei im Garten aufmerksam anbaut und pflegt, es einem danach die Gabe eines langen und glücklichen Lebens schenkt. In der Antike wurde das Salbei (Salvia officinalis) als die Pflanze angesehen, die den älteren Personen half, sich des Lebens so wie die Jugendlichen zu erfreuen. Seit damals wurden die Salbeiblätter in vielen Naturheilmitteln zur Verbesserung des Gedächtnisses verwendet. Auf Lateinisch bedeutet ihre Bezeichnung „zu heilen“ Da die Salbeiblätter Heilwirkungen bei fast allen Arten von Krankheiten aufweisen, wurde es als ein wahres Allheilmittel angesehen. Das Salbei gehört zu den Aromapflanzen. Gemeinsam mit Eukalyptus enthalten die Salbeiblätter Stoffe mit starker antioxidierender Wirkung. Phytochemische Vergleichsstudien haben gezeigt, dass Salbei fast so starke antioxidierende Wirkungen wie verschiedene Arten von Thymian hat. Die Salbeiblätter können auf verschiedenste Weise sowohl frisch als auch pulverisiert verwendet werden. Ganz gekaut – entweder frisch oder getrocknet – können sie schnell einen Zustand der psychischen Anregung bewirken und somit erstaunlich schnell Zustände der Furcht, Unruhe, Ängstlichkeit oder Depression beseitigen. Systematisch verwendet kann der Salbei in kurzer Zeit das Gedächtnis und die Wachsamkeit verbessern. Es begünstigt zugleich die Verfeinerung der Sinneswahrnehmungen und trägt voll zur Verstärkung der wohltuenden schöpferischen Intelligenz bei.

KARDAMOM

Kardamom (Elettaria cardamomum) stammt ursprünglich aus Südindien. Aus dem Orient für seinen besonders aromatischen Geschmack und für seine antioxidierenden Eigenschaften gebracht, kommt es dazu, dass der Kardamom in Europa auch zur Aromatisierung von Kaffee verwendet wird, da er in einem bestimmten Maß die negative Wirkung des Koffeins neutralisiert. Die Araber, große Kenner der Kräfte dieser Pflanze, haben ihn „den Samen der Liebe“ genannt. Der Kardamom wird als ein Aphrodisiakum geschätzt, wobei er nicht nur den sexuellen Appetit, sondern auch vor allem das „innere Feuer der Liebe“ erweckt. Ein besonders einfaches Rezept bei physischer oder nervöser Müdigkeit bzw. fehlendem sexuellen Appetit besteht darin, ein frisches Eigelb mit Honig und einer Messerspitze gemahlenem Kardamom zu verrühren. Ein besonders leckeres und nahrhaftes Dessert ist Vollkornreis mit Milch und Honig, gewürzt mit Zimt, Koriander, Ingwer, Safran und natürlich Kardamomsamen in gleichen Anteilen. Die Kardamomsamen werden ebenfalls auch beim Backen von Kuchen verwendet, was ihm einen besonderen Geschmack verleiht.

BASILIKUM

Unter den Heilpflanzen ist Basilikum (Ocimum basilicum) heutzutage fast in der gesamten Welt wohlbekannt. Schon zu der Zeit der alten Griechen wurde Basilikum bezeichnenderweise „der König der Heilpflanzen“ genannt, das griechische Wort „basileus“ bedeutet nämlich „König“. Basilikum stammt ursprünglich aus Indien. Sein Anbau hat sich schon seit der Antike im Süden von Europa verbreitet. Aufgrund seines besonders angenehmen und raffinierten Aromas war und wird das Basilikum zur Verfeinerung verschiedener Speisen verwendet, unter anderem auch dank seiner guten Verdauungseigenschaften. Das ätherische Öl in den Basilikumblättern enthält  Linalool, Eugenol, Eukalyptol und Anethol. Basilikum wird einheitlich als eine Pflanze angesehen, welche die spirituelle Erweckung begünstigt. Das spezifische Aroma des Basilikum erzeugt in seiner Umgebung einen unbeschreiblichen Zustand der Heiligkeit, wobei auf diese Weise in den Wesen, die sich von seinem Aroma durchdringen lassen, eine spontane Ausrichtung des Verstandes auf gute und lichtvolle Gedanken erfolgt. Die regelmäßige Verwendung der pulverisierten Basilikumblätter ist äußerst wohltuend für diejenigen, die in ihrem inneren Universum einen Zustand der Harmonie zwischen Herz und Verstand erwecken möchten.

FENCHEL

Fenchel (Foeniculum vulgare) wird als ein äußerst stärkendes Mittel schon seit der Zeit der griechischen Antike angesehen. Fenchel kann jede andere exotische Pflanze erfolgreich ersetzen, wobei es stark die Verdauung und allgemein die Körperfunktionen anregt. Fenchel wird oft als ein Lebensmittel angesehen, das zugleich auch ein Naturheilmittel ist. Die Fenchelsamen stellen ein sehr stark aromatisierendes Mittel für Süßigkeiten dar. Zusammen mit Anissamen und Zimt kann eine besonders leckere und aromatisierte Mischung für Süßigkeiten, Kuchen oder Obstsalat hergestellt werden. Milch mit Fenchelsamen ist ein ausgezeichnetes Heilmittel für irritierte, streitlustige, nervöse oder besorgte Personen. Das Herstellungsrezept ist wie folgt: In ein Glas heiße Milch mischt man einen Teelöffel fein gemahlene Fenchelsamen. Danach lässt man es auskühlen und trinkt es sofort in kleinen Schlucken. Pulverisierte Fenchelsamen, die separat eingenommen werden, erzeugen schnell einen Zustand der psychomentalen Anregung, verstärken somit die Wachsamkeit und bewirken das Eintreten eines Zustandes der guten Laune.

VOGELMIERE

Vogelmiere (Stellaria media) wird in weiten Gebieten Asiens und Europas angebaut und ist eine relativ gewöhnliche Pflanze, die jedoch im Verhältnis zu ihrer Ausbreitung wenig bekannt und geschätzt wird. Moderne wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Pflanze Tryptophan enthält, wie auch Flavonoide, Cumarine, Saponine, Pflanzenschleim, Triterpenoide, Silizium, Vitamin A und Vitamin C. Vogelmiere ist lindernd und fein und hat einen angenehmen Geschmack. Es erzeugt beruhigende Wirkungen auf die Psyche und den Verstand, trägt zu einer besseren psychischen und mentalen Entspannung bei, verleiht einen Zustand der Ruhe und hilft, dass sich ein tiefer Zustand der Verinnerlichung einfindet, der durch eine stark erhöhte Klarheit gekennzeichnet ist.

SRINGATAKA

Sringataka (Trapa natans) oder „die Wasserkastanie“ ist in der Ayurveda-Tradition als eine der wichtigsten Pflanzen mit revitalisierenden Eigenschaften bekannt. In Indien wurde die pulverisierte Frucht Sringataka als ein Ersatz für das Getreidemehl verwendet, vor allem bei Personen, die eine reinigende Diät durchführten. In den hinduistischen Gemeinschaften wurde das Mehl der Frucht Sringataka in der Fastenzeit vor religiösen Feiern für die Herstellung von leicht knusprigen Brötchen verwendet. Die Pflanze ist reich an Mineralien, vor allem an Kalzium (20 mg auf 100 Gramm). In der YOGA-Praxis wird das Pulver der Frucht Sringataka für die Verstärkung der Vitalität und die Stabilisierung der Fluktuationen des Verstandes verwendet. Die Verwendung der Sringataka Frucht in Pulverform führt zu einer tiefgründigen Stabilisierung des Verstandes und ermöglicht das Eintreten eines höheren Zustandes der Kontemplation. Der Zustand der „Unbeweglichkeit“ des Verstandes, der bei Verwendung des pulverisierten Sringataka Frucht auftritt, macht die Pflanze für diejenigen sehr nützlich, die sich in der Durchführung des LAYA YOGA-Verfahrens vervollkommnen möchten. Die regelmäßige Einnahme dieser vitalisierenden Pflanze erzeugt die Voraussetzungen für eine expansive Aktivierung auf der Ebene des ANANDA‑MAYA‑KOSHA, wodurch der Zugang zu einem Zustand der tiefgründigen inneren Seligkeit erleichtert wird.

EISENKRAUT

Eisenkraut (Verbena officinalis) ist eine seit über 5000 Jahren bekannte Heilpflanze, die in verschiedenen Traditionen der Welt verwendet wurde. Im Laufe der Zeit wurde das Eisenkraut als „Pflanze der Liebe“ geschätzt. Im Mittelalter wurde es zur Verwendung von magischen Elixieren benutzt, welche fähig waren die leidenschaftliche Natur der kämpferischen Männer zu bändigen. Eisenkraut ist auch in der indischen Tradition bekannt. In der Yunani-Medizin wurde das Eisenkraut als Tonikum und als Mittel gegen Fiber verwendet, sowie vor allem auch als Beruhigungsmittel und zur Bekämpfung der Nervenkrankheiten. In China wurde das Eisenkraut zur Behandlung von Zuständen der Reizung, Verkrampfung und Nervenanspannung verwendet, da es für seine zutiefst beruhigende Wirkung auf psychischer und mentaler Ebene bekannt war. Bezeichnend ist beim Eisenkraut vor allem seine spezielle Fähigkeit, auf wohltuende Weise das spezifische barsche Verhalten der noch nicht ausreichend harmonisierten Männer zu modellieren. Die Verwendung der Naturheilmittel mit Eisenkraut oder das getrocknete Pulver dieser Pflanze kann im Wesen der Männer zum Eintreten eines umfassenden Zustandes der gefühlsmäßigen Öffnung gegenüber der weiblichen Natur führen.

LAJJA

Im Orient ist Lajja (Mimosa pudica) ein Pflanze, die sehr für die Schönheit ihrer Blüten und zugleich für die Feinheit, die sie hat, geschätzt wird. Lajja ist eine Pflanze, die sensibel auf Berührungen reagiert. Die vedische und danach auch die ayurvedische Tradition erwähnt, dass die weise Anwendung dieser Pflanze zur Übertragung dieser speziellen Eigenschaft in die subtile Struktur des menschlichen Wesens führt, was somit die Verfeinerung des Tastsinns und der Wahrnehmung durch Berührung verstärkt. Moderne Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass Lajja Kalzium, Mimosin, wie auch andere Substanzen der Art des Adrenalins enthält, was zusammen zur Verstärkung der Sinnesempfindlichkeit des Menschen führen kann. In der ayurvedischen Tradition wird die Lajja Wurzel vor allem für ihre anregenden und aphrodisischen Vorzüge geschätzt. Als Aphrodisiakum verstärkt Lajja die erotische Feinfühligkeit und Raffinesse. Vom Geschmack her ist sie äußerst schleimig und süß. Regelmäßig für eine bestimmte Zeit lang verwendet, hilft die Lajja Wurzel sehr zur Verstärkung eines Zustandes der inneren Kohärenz und verbessert ebenfalls die Harmonie zwischen der vitalen und der emotionalen Ebene.

KUMARIKA

Der Name der indischen Pflanze Kumarika (Smilax chinensis) stammt vom Sanskritwort „Kumari“, das „junges Mädchen“ oder „Jungfrau“ bedeutet. Der Name zeigt den intensiven Zustand der Reinheit an, den die Pflanze im menschlichen Wesen durch richtige Anwendung hervorrufen kann. Die Pflanze wird nicht nur in der Ayurveda-Tradition, sondern auch im gesamten Gebiet des östlichen Asiens verwendet. Die Kumarika Wurzel wird sehr für ihre regenerierenden Wirkungen geschätzt. Im Ayurveda wird der Kumarika Wurzel ein vorwiegend süßlich-astringender Geschmack zugesprochen. Die Pflanze enthält Saponine und Flavonoide. Diese haben beruhigende Wirkungen und führen zur Harmonisierung des psycho-emotionalen Zustandes des Wesens. Die Verwendung des getrockneten Pulvers dieser Wurzel erleichtert sofort das Eintreten eines ausgesprochen Zustandes der Ruhe und mentalen Klarheit. In der Vergangenheit wurde diese Pflanze häufig von Yogis verwendet, da sie eine stark erhöhte Verfügbarkeit bewirkt, die erhabenen subtilen Energien deutlich wahrzunehmen, wobei sie zugleich die mentale Konzentration durch die Beseitigung der parasitären mentalen Fluktuationen verbessert. In der YOGA-Praxis ist die Kumarika Wurzel sehr nützlich, wenn der spirituelle Aspirant in seinem inneren Universum möglichst günstige Voraussetzungen für die Durchführung von tiefgründigen und lang anhaltenden Meditationen schaffen möchte.

Ein Artikel von Ayurveda-Lehrer Andrei Gămulea