Stand: 31. Oktober 2025
Verantwortlich: Deutsche Akademie für traditionelles Yoga e. V. (DAtY)
Wir nehmen die jüngste Berichterstattung des Münchner Merkur und weiterer Medien sehr ernst. Zum Schutz unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie zur Versachlichung der öffentlichen Diskussion stellen wir hiermit mehrere falsch dargestellte Behauptungen richtig und erläutern die gesicherten Fakten.
Übersicht der strittigen Punkte
– Vorwurf der Sektenzugehörigkeit und Ausbeutung
Behauptung: „Ein System mit tausenden Frauen“ sei „in sexuelle Ausbeutung der Sekte geraten“.
Richtigstellung: DAtY ist keine Sekte. In der Deutschen Akademie für traditionelles Yoga wird traditionelles Yoga und traditionelles Tantra unterrichtet. Darüber hinaus werden modernere Ansätze gelehrt, die dazu dienen, eine klare Unterscheidung zwischen klassischer Erotik und grober Sexualität vorzunehmen. Unser Ziel ist es, Menschen durch Volksbildung, Achtsamkeit und kultivierten Umgang miteinander zu unterstützen, sich von großen zeitgenössischen Problemen wie z. B. Pornografiesucht, sexuellem Leistungsdruck, idealisierten Schönheitsidealen und patriarchalischen Vorstellungen von kurzen Orgasmen u. ä. zu befreien. Zudem vermittelt die Deutsche Akademie für traditionelles Yoga praktische Wege, wie langjährige Beziehungen wiederbelebt und verlorene Anziehungskraft auf liebevolle, bewusste Weise erneuert werden können. Alle vermittelten Werte stützen sich auf die jahrtausendealte Yogatradition. Durch diese vermittelten Themen kommt es in unserer Gesellschaft leider immer noch zu Missverständnissen und nicht selten zu nicht nuancierten Diskursen. Wir betonen erneut, dass jeglicher sexuelle Kontakt bei uns immer Hausaufgabe ist und privat stattfinden muss. Wir achten stets darauf, dass unsere Veranstaltungen nicht als Kontaktbörse missverstanden werden. Die erotischen Techniken des Tantra entfalten ihre Wirkung ausschließlich, wenn sie mit wahrer Liebe, Transfiguration und vollem Bewusstsein praktiziert werden. Daher ist es nie im Sinne der Tantra Yoga Lehre, sich beliebig oder auf äußeren Vorschlag hin mit anderen Personen zu verbinden; echte tantrische Praxis setzt voraus, dass sich beide frei auf allen Ebenen des Wesens öffnen können. Solche tiefen persönlichen Begegnungen liegen außerhalb des Rahmens unserer Tätigkeiten; sie sind und bleiben eine rein private Angelegenheit.
Jegliche Systeme oder Strukturen, in denen sexuelle Ausbeutung in den Artikeln vom Münchner Merkur vom 28.10.25 und in der Münchner Tageszeitung vom 31.10.25. vorgeworfen wird, werden in der Berichterstattung fälschlicherweise mit unserer Schule in Verbindung gebracht. Die Deutsche Akademie für traditionelles Yoga e. V. distanziert sich ausdrücklich von jeglichen solchen Praktiken und hat keinerlei organisatorische oder personelle Verbindungen zu anderen Gruppen oder Institutionen, gegen die entsprechende Vorwürfe bestehen.
Auch hierzu bestätigt die Berliner Staatsanwaltschaft das Fehlen strafrechtlicher Anhaltspunkte.
– Rekrutierung von Frauen
Behauptung: „Frauen in der Tantra-Falle – Skandal auch in Münchner Yoga-Schulen.“
Richtigstellung: In unserer Münchner Yogaschule wurden keine Frauen rekrutiert. Die Berliner Staatsanwaltschaft teilte den recherchierenden Journalistinnen mit: Nach Vernehmung mehrerer Zeugen sei kein strafrechtlich relevantes Verhalten festzustellen gewesen; es seien keine Betroffenen identifiziert worden, die gegen ihren Willen zu sexuellen Handlungen oder Video-/Sex-Chats zugeführt worden seien.
– Zugehörigkeit zu internationaler Organisation
Behauptung: Unsere Einrichtung sei Teil einer „internationalen Yogaschule, die mitten in München agiert“.
Richtigstellung: DAtY ist eine eigenständige, unabhängige Organisation. Weder juristisch noch finanziell sind wir mit irgendwelchen Organisationen im In- oder Ausland verknüpft.
– Verbindung nach Paris
Behauptung: Frauen seien „in München, im Zentrum in der Au oder im Olympischen Dorf“ in Kurse gegangen und „schließlich irgendwo in einer Pariser Wohnung“ gelandet, um dort mit einem „spirituellen Lehrer“ stundenlang „tantrischen Sex“ zu haben.
Richtigstellung: Diese Darstellung ist frei erfunden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergaben kein strafbares Verhalten durch DAtY oder seine Mitglieder.
– Tantralehrer und angebliche Vermittlung
Behauptung: Ein „Tantralehrer“ der Münchner Schule habe Frauen ausgewählt und Besuche in Paris vermittelt.
Richtigstellung: Es gab in München nie männliche Tantralehrer von DAtY und auch weibliche erst seit kurzer Zeit. Die geschilderte Reise nach Paris war eine private Angelegenheit außerhalb von DAtY-Strukturen von vor ungefähr 20 Jahren. Über diesen privaten Kontakt haben wir erst im Nachhinein erfahren; ein Bezug zu DAtY bestand nicht. Auch dies kann gerichtlich detailliert dargelegt werden.
– Übergangshaus und weitere angebliche Fälle
Behauptung: In einem „Übergangshaus“ hätten bereits weitere junge Frauen „aus Berlin und München“ auf ihren „Guru“ gewartet.
Richtigstellung: Bezüge zu sämtlichen unserer Niederlassungen gibt es nicht. Eventuell stattgefundene Reisen und Erfahrungen sind rein privater Natur.
– Lebensstil und angebliche Vorschriften
Behauptung: DAtY schreibe strikte Lebensvorgaben vor („Alkohol ist böse“, „fleischlose Ernährung ist das einzig Wahre“, „Außenwelt ist dämonisch“), was zu sozialer Isolation führe.
Richtigstellung: Diese Aussagen sind absolut überspitzt und frei erfunden. Es gibt bei DAtY keinerlei Vorschriften. Wie in jeder gesundheitsorientierten Organisation oder Vereinigung, werden Empfehlungen ausgesprochen – etwa, dass jeglicher Drogenkonsum gesundheitsschädlich ist und dass in der Yoga-Tradition eine vegetarische Ernährung bevorzugt wird.
Es wird nirgends dazu aufgefordert, soziale Kontakte abzubrechen. Alle Zentren des Yogavereins befinden sich in großen Städten Deutschlands. Diese Darstellung ist vollständig frei erfunden. Alle Teilnehmer und Vereinsmitglieder pflegen normale soziale Beziehungen und führen ein integratives und alltagsnahes Leben.
Was feststeht
- Keine strafrechtlichen Anhaltspunkte gegen DAtY laut Staatsanwaltschaft Berlin; keine identifizierten Betroffenen im Sinne der erhobenen Vorwürfe.
- Organisatorische Unabhängigkeit: DAtY ist nicht Teil einer „internationalen Sekte“, sondern ein eigenständiger Verein.
- Private Handlungen Einzelner sind nicht DAtY zuzurechnen; entsprechende historische Einzelfälle sind privater Natur und standen außerhalb unserer Strukturen.
Unser Selbstverständnis
DAtY steht für eine ethische, freiwillige und aufgeklärte Praxis von Yoga und Meditation. Wir fördern Selbstbestimmung, Mündigkeit und Achtsamkeit. Hinweise zu Lebensstil und Praxis verstehen sich als Einladungen, nicht als Vorschriften.
Bitte um Korrektur & Transparenz
Wir bitten die Redaktion um Richtigstellung der unzutreffenden Behauptungen und behalten uns rechtliche Schritte vor, sollte eine Korrektur ausbleiben. Für Medienanfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Hinweis zur Berichterstattung:
Der veröffentlichte Artikel arbeitet mit emotionalisierenden und teilweise verfälschenden Darstellungen (u. a. auch falsche Fotos zu den dargestellten Berichtabschnitten), die nicht dem journalistischen Ethos einer sachlichen und ausgewogenen Recherche entsprechen. Einzelne Aussagen werden aus dem Zusammenhang gerissen, vermischt und verzerrt dargestellt, offenbar um die Aufmerksamkeit auf ein kommerzielles Buchprojekt der Autorinnen zu lenken.
Wir bedauern, dass durch diese Form der Berichterstattung Menschen verunsichert werden, und möchten betonen, dass keine der dort beschriebenen Handlungen oder Strukturen in irgendeinem Zusammenhang mit der Deutschen Akademie für traditionelles Yoga e. V. stehen.
Kontakt für Presse:
Deutsche Akademie für traditionelles Yoga e. V.
E-Mail: info@traditionelles-yoga.de