Die außerordentliche Kraft der positiven Gedanken

„Manche Menschen sehen die Dinge und fragen hilflos: Warum? Aber ich erträume Dinge, die es nie gab und sage: Warum nicht?“ George Bernard Shaw

Alle Gedanken manifestieren sich als Energie einer bestimmten Schwingungsfrequenz. Sobald ein Gedanke gedacht ist, bewegt er sich im Raum und wird von anderen Menschen entweder abgelehnt oder von denen akzeptiert, die ähnliche Gedanken haben. Ein Gedanke erweckt im Sender immer den Zustand der Empfänglichkeit für Energien ähnlicher Natur. Darum ist das Leben eines Menschen ein Resultat seiner Gedanken. Unabhängig von Umständen trägt der Mensch stets eine Kraft in sich, deren er sich selten bewusst ist – die Kraft der positiven Gedanken, die uns umgehend mit den wohltuenden, wunderbaren Kräften des Universums in Resonanz bringt.

Was war heute Morgen nach dem Aufwachen dein erster Gedanke? War es ein schöner Gedanke? Hast du zum Beispiel an einen Menschen gedacht, den du liebst? Oder hast du dich einfach gefreut, die Sonne am Himmel zu sehen? War es ein negativer Gedanke, so wie „Ich bin so müde, dass ich gar keine Lust habe jemals aufzustehen?“ Erinnere dich nun an die darauf folgenden Gedanken und an die grundsätzliche Haltung, mit der dein Tag begann. Du wirst feststellen, dass dich die „Programmierung“, die du dir für den heutigen Tag erdacht hast, entweder den ganzen Tag unterstützt hat oder dir den Tag erschwert hat. Ein großer Philosoph meinte einst: „In dir selbst steckt der Grund für alles, was dir im Leben begegnet.“

Jeder Mensch erschafft sein eigenes Schicksal, erschafft sich seine Existenz aus Licht und Schatten, aus Höhen und Tiefen. Wir wählen uns unsere Ziele selbst – und es liegt an uns, zu den Abgründen oder den Höhen zu streben. Das Echo unseres Strebens hallt aus dem Universum zurück, denn „eine erhabene Seele wird auch die Welt erheben.“ Last uns jeden Tag mit klaren, positiven Gedanken beginnen. Ein positiver Gedanke bedeutet, dass wir den kraftvollen Glauben an uns selbst sowie den Glauben an Gott stärken – und uns so in all unseren Handlungen in Harmonie mit den göttlichen Gesetzen des Universums zu bringen.

Wenn wir uns selbst und die Menschen um uns herum genau betrachten und uns ihre Haltung gegenüber verschiedenen Ereignissen ansehen, werden wir die Existenz von drei grundsätzlichen Haltungen zum Leben erkennnen, die sehr eng mit der vorherrschenden Ausrichtung der Gedanken verbunden ist: die verhängnisvoll–pessimistische Haltung, die pseudo-idealistische Haltung und die aktiv-optimistische Haltung.

Die verhängnisvoll-pessimistische Haltung

„Dummer Mensch, du erschaffst Wunder ohne es zu wissen und du kennst nicht im Geringsten die außerordentliche Kraft deiner eigenen Gedanken. Du solltest wissen, dass alles was du dir vorstellst auch erreichbar ist, direktproportional zu deinem Glauben … Warum erkennst du dich nicht selbst und findest dabei einen perfekten Gott?“ (Tudor Arghezi)

Die pessimistische Grundhaltung äußert sich in Zukunftsängsten, einem Gefühl der Wertlosigkeit, der Hoffnungslosigkeit, innerer Unruhe und Besorgnis. Man findet sie meist bei orientierungslosen, unglücklichen und unausgeglichenen. Wir alle kennen vielleicht Menschen, die systematisch alle günstigen Möglichkeiten, die sich ihnen bieten, verpassen. Sie sehen sich selbst immer mit Schwierigkeiten konfrontiert und halten sich für Opfer widriger Umstände. Sie sind diejenigen, die beim ersten Hindernis, auf das sie treffen, zu dem Entschluss kommen: „Ich wusste, dass ich es nicht schaffe! Ich kann nichts tun und nichts daran ändern!“ Müssen diese Menschen ein wichtiges Problem lösen, dann ist einer der ersten Gedanken, dass diese Aufgabe nicht zu ihnen passt. Sie werden schnell unglücklich und verlieren das Interesse, davon überzeugt, dass sie es unter anderen Umständen, mit anderen Mitteln, viel besser und schneller hätten lösen können. Aus diesem Grund entgleitet ihnen die Lösung für ihr Problem und sie beginnen sich davon zu überzeugen, dass sie es nicht lösen werden. Alle vergangenen Misserfolge sind in der Erinnerung gespeichert und der mögliche Erfolg verschwindet hinter einem Berg von Schwierigkeiten. Nichtsdestotrotz kann man nicht sagen, dass sie nicht den Wunsch hätten etwas zu tun. Oft haben wir Leute gehört, die beteuern: „Ich werde mein Leben ändern“, „Ich werde von Neuem beginnen“, „Mein Glück wird sich ändern“. Trotz dieser Vorsätze fahren sie mit dem selben Verhalten, den negativen Einstellungen und der gleichen Weise, Dinge zu betrachten, fort, selbst wenn die äußere Situation sich geändert hat. Konfliktbewchwörende Tendenzen und die Unfähigkeit verschiedene Hindernisse zu überqueren, Situationen objektiv zu sehen, seine eigenen Qualitäten wertzuschätzen, permanent dieses unbeschreibliche Gefühl von innerer Ruhe und Harmonie zu erfahren und zu spüren beginnen immer wieder von Neuem.

Die pseudo-idealistische Haltung

„Nichts Großartiges ist jemals verwirklicht worden, außer von denjenigen, die sich getraut haben zu glauben, dass etwas in ihnen den Umständen überlegen ist“ (Bruce Barton)

„Der Verstand kann, an seinem eigenen Platz und in ihm selbst, aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.“ (John Milton)

Die zweite Grundhaltung ist von denjenigen charakterisiert, die vor Verantwortungen fliehen und auch durch die Tendenz, aus der Realität in eine Phantasiewelt zu fliehen. Die Aufgaben und Notwendigkeiten des täglichen Lebens werden im Namen der Überlegenheit des Geistes ignoriert. In dieser Kategorie finden wir die falschen Philosophen, die ewig Unzufriedenen, die endlosen Träumer. Sie sind diejenigen, die sofort schlechter Laune Raum geben; diejenigen die immer davon träumen, was sie haben könnten, ohne jemals etwas zu tun, um ihre Träume wahr werden zu lassen; diejenigen, die sich von den unwichtigsten Dingen irritieren lassen und in allem um sie herum Mängel finden, nur nicht in sich selbst.

Die pseudo-idealistische Haltung ist eigentlich nichts anderes als ein falscher Weg des Selbstschutzes, des Versteckens vor der Realität und des eigenen Schicksals. Pseudo-Idealisten akzeptieren eine passive Weise, die Dinge sich zufällig entwickeln zu lassen, flüchten in Träume über ideale Welten, die niemals existieren werden, da nichts dafür getan wird dass sie jemals existieren. Nicht-Handlung repräsentiert in diesem Fall eine Methode des Handlung, aber eine negative, die auch negative Resultate bringt.

Wenn die pseudo-idealistische Haltung in eine authentisch-idealistische Haltung transformiert wird, was beinhaltet, dass die Angst vor Verantwortung und die Flucht vor der Realität in Selbstvertrauen und Glauben in das Leben transformiert werden, erscheint die dritte Haltung, die aktiv-optimistische. Kontemplation kann in diesem Fall ein Weg des korrekten Denkens, eines wahrhaften Lebens werden, der Herrscher über das Schicksal.

Die aktiv-optimistische Haltung

„Die Geschichte der Welt ist die einiger außergewöhnlicher Menschen, die vollständigen Glauben in sich selbst hatten. Dieser Glaube erlaubt die göttliche Manifestation, die uns immer umgibt. Ein menschliches Wesen, das einen großen Glauben hat, kann alles sein; alles ist möglich. So ein Lebewesen wird nur versagen, wenn es sich nicht genügend Mühe gibt, die subtile unendliche Kraft des Universums zu manifestieren. Derjenige, der versteht, wird realisieren wie wichtig es ist, dass wir vor allem an unsere eigene Kraft glauben.“
(Swami Sivananda)

Die dritte Grundhaltung ist die aktiv-optimistische. Sie ist gekennzeichnet von jenen, die alles, was sie umgibt, als positiv schätzen. Diese tiefe lebensbejahende Einstellung ihres Geistes, ist der feste, unerschütterliche Glaube, dass alles im Leben gut verläuft und dass jedes Problem oder jede Schwierigkeit überwunden werden kann. Das Leben ist voller Umstände, die wir nicht direkt beeinflussen können, doch wir können unsere Sichtweise auf sie ändern. Aktive Optimisten entwickeln einen positiven Geisteszustand, sodass sie fähig sind alle Ereignisse durchzustehen und die Menschen um sie herum positiv zu beeinflussen.

Sie umhüllen all ihre zwischenmenschlichen Beziehungen in liebevoller und herzlicher Wärme. Diese Menschen wissen, dass Schwierigkeiten im Leben eine Notwendigkeit darstellen, die uns helfen, das Leben in der Tiefe zu verstehen und unsere eigenen Einschränkungen zu überwinden. Aktive Optimisten wissen, dass sie kein Spielzeug des Schicksals, sondern die Schöpfer ihres eigenen Glücks sind. Aus ihrem permanenten enthusiastischen Zustand machen sie eine wahre Kunst, um eben diese Kapazitäten zu erwecken, die ihnen helfen mit Leichtigkeit Hindernisse zu überwinden. Fast immer nähren sie die Kraft positiver Gedanken und handeln im Guten, wobei sie voll und ganz von den wohltuenden Kräften getragen werden, die sie durch die Resonanz aus dem Makrokosmos angezogen haben. Diese Menschen öffnen sich all dem gegenüber, was den Geist bereichert. Sie sind bereit, sich von jeder Lebenssituation belehren zu lassen und glauben fest daran, dass die revolutionärste Tat, die sie in dieser Welt erreichen können, das Glücklichsein ist. Die Tatsache, dass sie das Gute in allem sehen, reflektiert Ereignisse und Menschen zu ihren Gunsten.

In andere Worten: „Sage JA zum Leben und das Leben sagt JA zu dir!“